Erinnerst du dich noch? Vor wenigen Tagen habe ich voller Stolz mein neues Gourmet-Grillmagazin hier gepostet. Ich bilde mir ein, dass dieses Grillheftle so exklusiv ist, dass noch nicht einmal ein Preis darauf steht.

Feinschmecker

Meine Augen leuchteten voller Erwartung, als ich das heißbegehrte Magazin gefühlte drei Wochen später (in Wahrheit war’s der nächste Tag) endlich öffnete und mit meinen Augen die Hochglanzbilder mit dem fantastischen Grillgut regelrecht verschlinge.
Ich blättere vor, springe 2, an manchen Stellen gar 3 Seiten weiter, blättere wieder zurück, lese bruchteilhaft die Zutaten und Rezeptanleitungen.

Ich befinde mich wie ein Detektiv auf der Suche nach einem schnellen, einfachen Super-Hammer-Mega-Duper-Rezept, was Dich hier auf dem Blog von den Socken haut.
Prime-Rip-Steaks, orientalische Lammspieße mit Zwiebel-Orangensalat und Kichererbsenpüree, Balinesische Grillspieße und Austern mit Limettenbutter fliegen mir um die Augen, lassen den Speichelfluss in meinem Mund auf Vordermann kommen und mich ins Grübeln, wo ich diese ganzen abgefahrenen Zutaten und Gewürze herbekomme.
Ich will ganz ehrlich sein – bei der einen oder anderen Zutat weiß ich bis heute noch nicht um was es sich da eigentlich handelt.

Ich lege den „Feinschmecker“ zur Seite und beschließe etwas Einfaches, etwas Grundsolides und vor allem etwas Schnelles für euch auf den Grill zu zaubern. Ich habe Hunger, da muss es schnell gehen, sonst erwacht das böse Kohlenhydratfressmonster in mir.

Ich trabe Richtung Küche, öffne mein Gemüsefach und schau was es hergibt: Schalotten, Karotten, Paprika, Fenchel. Das sollte mir ausreichen für eine leckere Gemüsegrillpfanne.

Gesagt -getan. Messer raus, Schüssel raus und etwas eingelegten Feta finde ich auch noch.

10 Minuten später steht meine Gemüsepfanne auf dem eingeheizten Grill, in unmittelbarer Nachbarschaft brutzeln zwei 200 g Rumpsteaks gemütlich vor sich hin.


Weitere 15 Minuten später steht ein fantastisches leckeres und gesundes Essen auf meinem Tisch, die Sonne lacht am blauen Himmel, ich trinke ein Glas kühles Ingwer-Limettenwasser und höre zu, wie mein Gast „Mhmmm..ist das lecker…griechisch…richtig?..griechisch..Mhmmm…Voll lecker…“, vor sich hin bruddelt.

Ich grinse und denke mir „Warte Du mal ab, bis ich die Rezepte aus dem Gourmetblättle umgebaut habe oder die ominösen Zutaten gefunden habe“

Zutaten:

  • •1 Fenchel
  • • 1 Zucchini
  • • 1 Paprika
  • • 1 große Karotte
  • • 2 Scharlotten
  • • 1 Knoblauchzehe
  • • 2 Rumpsteaks a ca. 180g
  • • eingelegten Fetakäse
  • • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Gemüse waschen, schälen und kleinschneiden
  2. Das Gemüse in eine Schüssel geben und mit etwas Öl, in dem der Fetakäse eingelegt war, vermischen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen
  3. Das Gemüse in eine Grillpfanne geben, auf den Grill stellen und circa 10 Minuten Grillen und ab und an wenden.
  4. Parallel die Rumpsteaks grillen
  5. Wenn das Gemüse schön bissfest ist, ein paar Fetakäsewürfel untermischen, 3 min weitergrillen und dann herunternehmen
  6. Das Gemüse auf dem Teller anrichten und das Rumpsteak oder den Fisch dazu packen.

 

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Jens

Jens

2 Comments

  1. andre
    28. August 2016 at 03:36 — Antworten

    Geehrte „Kochhelden“,
    Das ist jetzt nicht Euer Ernst,oder ? Einfach alles vorhandene Gemüse rüsten, bisschen Standardgewürz und Öl und das wars ? Das kann jeder der noch nichtmal kochen kann.und der feta machts dann griechisch ?

    • 29. August 2016 at 18:02 — Antworten

      Hi Andre,
      ja absolut, das ist mein voller Ernst!!! Es ist völlig verückt – es haut nicht nur mich vom Hocker, sondernn, wie ich sehe auch Dich.
      Es ist schön., dass Du aus über 300 Beiträgen auf dieser Webseite ein Gericht gefunden hast, welches Dir nicht gefällt, bzw. welches Du für zu einfach hältst.

      Bedenke bitte, dass es Menschen gibt, für die ist Gemüse schnippeln, zusammenschmeißen und auf einen Grill packen schon mehr, als sie in den letzten 10 Jahren und Kochkunst gemacht haben. Es gibt hier Gerichte, die unterschiedliche Levels haben und dieses hier ist auf dem einfachereren Niveau. Vielleicht findet Du ja eins, was Deinem hohen Kochniveau entspricht – eventuell in der SousVide Abteilung der Gerichte?

      Viele Grüße
      Jens

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