Klingelingeling es weihnachtet immer noch wie bekloppt draussen und drinne und überall. Die süße Weihnachtsbäckerei ist jetzt bei uns abgeschlossen und es reicht jetzt auch mal wieder mit Keksen, Plätzen, Stollen und der ganzen Bratäpfelei. Mag nicht mehr.

Deftiges Essen geht aber noch oder? Yoooo..geht noch…

Ein Festessen steht an. Falls der eine oder die andere noch einen leckeren Tip für die Weihnachtsfeiertage sucht, hier kommt heute ein richtiger Festtagsschmaus. Ok, zugegeben es könnte etwas schwer werden für den einen oder anderen Hobbyschützen unter Euch, jetzt noch einen Fasan zu erlegen. Müsst Ihr halt ein Maishähnchen hermeucheln. Das geht zur Not auch.

Ich habe dieses Essen für meine ganze Familie am 2. Advent gekocht. Drei Stunden habe ich ungefähr gebraucht und ich war danach Stolz wie Bolle, daß ich das alles so hinbekommen habe.

So sieht das ganze aus, wenn es fertig ist und ich sage Euch…Es schmeckt so, wie es aussieht.

Das Blöde an meiner Kocherei ist jetzt, daß meine Eltern und mein Bruder nun öfters vorbei schauen wollen, weil es Ihnen scheinbar geschmeckt hat. Meine Mum wäre zwar schier an einer Bleivergiftung während dem Essen krepiert, aber dazu später mehr.

Fasanbraten

Laut Bundesjagdverordnung hast Du sogar jetzt noch die Chance einen Fasan zu erstehen. Jagdzeit für deinen Fasan beginnt am 1. Oktober und endet am 15. Januar. Wenn ein Fasan auf den Tisch kommt, dann ist es meistens ein Kerl, da das Geschlechterverhältnis von 1:5 eingehalten werden muss.

Du solltest Dir den Fasan beim Metzger, Feinkostladen oder beim Jäger Deines Vertrauens holen. Mancherorts bekommst Du dieses delikate Wildgeflügel auch auf dem Markt. Von tiefgefrorenen Fasanen aus dem Supermarkt würde ich persönlich Abstand nehmen. Nicht selten stammen die Vögel aus Intensivtierhaltung. Also Finger weg und ab zum Metzger.

Der Fasan verfügt über ein sehr helles mageres Fleisch und schmeckt bei frischen Tieren wie Geflügel. Erst wenn die Vögel eine gewisse Zeit abgehangen sind, entwickeln sie den typischen milden Wildgeschmack.

 

Eiweiß: 22.00 g
Fett: 5.20 g
Kohlenhydrate: 0.00 g

 Zutaten Fasan:

  • 1 kg Wildfasan
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Salz
  • 3 Wacholderbeeren
  • 2 Äpfel
  • 200g Speckscheiben
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Glas Geflügelfond
  • 1,5 Gläser Weißwein
  • 100g Creme Fraiche
  • 200g Weintrauben

 

Zubereitung Fasan und Sauce:

  • Pfefferkörner, Salz und Wacholderbeeren im Mörser zerstoßen
  • küchenfertigen Fasan waschen, trockentupfen und mit der zerstoßenen GEwürzmischung einreiben
  • Fasan mit kleingeschnittenen Äpfeln und Zwiebeln füllen und dann mit Zahnstochern verschließen

 

  • Von beiden Seiten scharf anbraten
  • Fleisch mit Speckstreifen belegen und in den Bräter geben
  • Apfelstücke und Zwiebel dazulegen

  • Nach 20 min den Fasan wenden mit Bratenfett begießen und etwas von dem Geflügelfond angießen
  • Ich habe den Fasan nun alle 10 min mit Bratenfett übergossen
  • Nach 45 min den Fasan nochmal wenden, Fett über Fasan geben und den Speck entfernen – nochmals Fondangießen
  • nach 60 min Fasan entnehmen, die Äpfel und Zwiebeln entfernen und den Vogel warm stellen

  • Bratenflüssigkeit entfetten und mit restlichen Fond und Wein aufkochen lassen
  • Wer möchte kann an dieser Stelle mit Stärke die Soße binden – ich habs weggelassen
  • Creme Fraiche in die Soße einrühren
  • halbierte, entkernte Weintrauben indie Soße geben, kurz erwärmen lassen und dann die Sauce separat zum Fasan servieren

 

Zutaten Rotkraut:

  • 1 mittelgroßer Rotkohl
  • 200 ml Apfelsaft
  • 3 Zwiebeln
  • 6 Gewürznelken
  • 7 Wacholderbeeren
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • Prise Salz
  • 300 gr geschälte und entkernte Äpfel

Zubereitung Rotkohl:

  1. Äußere Blätter vom Rotkohl entfernen
  2. Kopf vierteln, Strunk entfernen und in sehr schmale Streifen schneiden oder hobeln
  3. 1 Zwiebel würfeln und die anderen beiden mit je 3 Nelken spicken. in einem großen Topf etwas Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel glasig (nicht braun) werden lassen.
  4. Die zwei mit den  Nelken gespickten Zwiebeln in den Topf geben.
  5. Nach und nach den Rotkohl, die restlichen Gewürze (Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Zimtstange, Sternanis) und etwas Apfelsaft hinzugeben
  6. salzen
  7. Bei mittlerer bis leichter Hitze ca. 2 Stunden köcheln lassen. Dabei auf genügend Flüssigkeit achten, ggf. Apfelsaft nachschütten. Äpfel schälen, würfeln, reiben oder hobeln
  8. nach den 2 Stunden Äpfel hinzugeben und nochmal ca. 1 Stunde köcheln lassen
  9. mit Salz abschmecken
  10. vor dem Servieren die Gewürze herausnehmen.

 

Zutaten Bohnenpüree

  • 200gr weiße Bohnen
  • halbe Biozitrone
  • Prise Salz
  • 100ml Milch
  • 100ml Sahne

Zubereitung Bohnenpüree:

  1. Bohnen über Nacht in Wasser einweichen
  2. Bohnen in Sahne und Milch mit Deckel kochen bis sie weich sind (45min)
  3. Bohnen pürieren
  4. Salz und etwas Zitronenschale sowie Zitronensaft hinzugeben (falls das Püree zu dick ist etwas Sahne nachgießen (soll streichfähig sein)

Lasst es Euch schmecken – aber Vorsicht, da Fasane über Schrot gejagt werden, kann es sein, daß wie bei mir ein paar Kugeln im Essen sind.

 

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Jens

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