Zum Beginn dieses Artikels sei uns eine Anmerkung der Kochhelden-Redaktion gestattet:

Wir sind uns darüber bewusst, dass es sich bei Gin um Alkohol handelt und Alkohol nicht gut für den menschlichen Körper und die Gesundheit ist. Wir möchten weder Werbung für Alkohol machen noch Euch zum Trinken animieren. Wir haben auch keine monitären oder andere Gefälligkeiten von Seiten der Destillerie erhalten. Wir schreiben diesen Artikel, weil wir fasziniert davon sind, wie viel Qualität und Liebe, in ein Produkt aus unserer Heimat einfließen kann. Genießt Alkohol in Maßen, als Ausnahme..als Belohnung. Gönnt Euch ruhig mal was. Verbietet Euch nicht permanent alles. Arbeitet aber danach wieder hart an Ernährung und Sport. Habt Spaß am Leben…

 

Dunkel, dunkel, dunkel…jeden Tag das gleiche. Ich sehe nichts als Dunkelheit. Ich könnte ausflippen. Wenn ich könnte, würde ich mit meinen Händen gegen die Holzplanken hämmern. Dann würde mir aber wieder diese kühle Erde ins Gesicht rieseln und mir ausserdem den Gehrock beschmutzen.Wie würde das aussehen? Ich, Sohn eines britischen Diplomats kann nicht herumrennen wie der letzte Lump. Nicht mal hier im Schwarzwald. Dabei müsste ich so dringend hier raus und oben noch was abgeben.

Monkey47 Stählemühle - www.kochhelden.tv

 

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Oh verzeihen Sie, ich habe mich nicht vorgestellt. Ich bin Montgomery Collins – ehemals Wing Commander der Royal Air Force seiner Majestät, stets zu Diensten. Oh bitte nennen Sie mich „Monty“. Das tun alle, die jemals im ~Wilden Affen~, meinem geliebten Wirts-und Gästehaus meinen Gin probierten und mit mir anstießen. Ja ich weiß, die Becher sind noch nicht ausgereift. Mir schwebt da ein hellgrauer Tonkrug vor mit der Gravur des Affen im Becherrand. So bleibt das Getränk auch in heißen Sommertagen schön kühl.

 

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Wissen Sie, eigentlich bin ich nach dem verdammten Krieg in den Schwarzwald gekommen, weil ich ein Uhrenliebhaber bin. Das muss so gegen 1951 gewesen sein. Ich wollte das Uhrmacherhandwerk erlernen. Was meinen Sie? Bei uns auf der Insel? Nein niemals. In drei kalten Wintern können die keinen Uhren machen. Aber was sie können ist Gin. Das hat mir hier gefehlt. Ja selbstverständlich brennt hier im Schwarzwald jeder wie von der Tarantel gestochen seine Obstbrände. Gute Obstbrände. Keine Frage. Aber wissen Sie, ich bin nicht gewillt, meine englische Tradition aufzugeben. Ja, so habe ich eben diesen Dry Gin im Schwarzwald entwickelt. Ein feines Tröpfchen, finden Sie nicht? Bloß blöd, dass ich gewiefter Hund das Rezept nicht aufgeschrieben habe und die letzte Flasche meines Gins hier neben mir in der Kiste steht. Ich komm nicht ran an die Flasche – Sie kommen nicht ran an die Flasche – so etwas nennt man wohl ein klassisches Patt.

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Was sagen Sie? Eine schwere Kiste mit meiner letzten Ginflasche und einigen Rezeptaufzeichnungen von mir wurden beim Restaurieren des Landgasthofes gefunden? Was? Es gibt nun wieder einen DryGin aus dem Schwarzwald? Wie heißt der? Monkey 47? Nicht ihr Ernst. Wer ? Alexander Stein? Kenn ich nicht. Nie gehört. Kenn nur Axel Stein. Von dem hat mir der Nachbar, der zwei Reihen weiter liegt einen Witz erzählt. Was? Brenner Christoph Keller? Ok, den kenn ich. Da war neulich jemand hier und hat auf dessen Brände geschworen und gemeint, für eine Flasche vom Christoph, würde er seine Frau hergeben. Die Olle will bloss keiner.

 

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Was glauben Sie, wieso ich hier in Süddeutschland, nahe dem Bodensee bin? Hier ist die Brennkunst ausgeprägt, wie nirgends sonst. Wenn es wirklich so ist,wie Sie hier berichten, daß dieser Alexander Stein und dieser Christoph Keller so gewiefte und intelligente Bürschchen sind, dann ist mir klar, wieso die Jungs einen Premium Gin aus dem Schwarzwald nach zwei Jahren Testphase erzielt haben. Hochwertige frische Zutaten? Eine extra für Monkey47 in einer Kupferschmiede entwickelte Qualitätsbrennanlage? Sie verwenden das weiche Schwarzwaldwasser? Hören Sie mal, das Wissen um die Brennkunst von Christoph und das Gespür von Alex für Gin und Business müssen dieses Vorhaben zu einem Erfolg machen. Ich habe keinen Zweifel.

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Wieviel Zutaten erwähnten Sie? 47? So viele waren in meinem Gin nicht. Da tanzt die Königin im Kettenhemd. Was für ein Zeug schmeissen die rein? Fichtensprossen, Preiselberren, 6 verschiedene Pfefferarten, Schlee, Orangenschalen, Wacholder aus dem Mittelmeerraum, Eibisch, Akzaienblüten, Brombeerblätter, Schalen von Pomellos und Zitronen? Oh mein Gott, das klingt nach einer aussergewöhnlichen Mischung und einer Qualitätsauswahl von Rohstoffen, die von essentieller Bedeutung für einen guten Premium Gin sind.

 

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100 % Handarbeit und Qualität, mein Lieber, so muss es sein. Ich danke Ihnen für Ihre Erzählung, ich danke Ihnen wirklich. Ich muss Ihnen sagen, ich muss nun nicht mehr nach oben. Ich habe da nichts mehr zu tun. Eigentlich wollte ich das Originalrezept und diese Flasche Gin nach oben befördern, die hier neben mir auf dem Holzboden steht. Die letzte Flasche „Max the Monkey – Schwarzwald Dry Gin“. Aber sie wird nicht gebraucht da oben. Da ist ein viel besserer Gin entstanden, als ich ihn je hätte machen können. Ich dreh mich um in meiner Kiste und muss nicht mehr gegen die Holzplanken des Deckels hauen. Chapeau Alexander, chapeau Christoph.

Es grüßt Wing Commander Montgomery „Monty“ Collins

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Monty – gemalt von @Livelifedeeply – Dankeeeee

 

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Wer eine Rezeptanregung benötigt, was man mit Gin anstellen kann, der schwutscht einfach zu unserem Spareribs-Rezept

Sparerips in Gin-Marinade - www.kochhelden.tv

 

Diese Monkey-Safari haben wir mitgemacht:

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Jens

Jens

1 Comment

  1. 7. Juni 2014 at 09:30 — Antworten

    Ein toller Bericht, ich bin völlig begeistert (obwohl ich kein Gintrinker bin) dass sich der Spruch immer wieder Bewahrheitet „Qualität zählt sich aus“ es toll das so handwerkliche hochwertige und aufwendige Produkte noch auf dem Markt sind. Respekt vor all dem Herzblut, Wissen (und der Investition) der in diesem Gin steckt.
    Dir herzlichen Dank, dass du davon berichtet hast!

    Lg Heike

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