Ich stehe auf dem Flughafen, warte auf den Abflug meines „Luftbusses“ Richtung Wien.

Früher waren Flugzeuge für mich etwas Besonderes. Heute sind sie das nicht mehr. Als ich jünger war (zugegeben, das ist schon eine Weile her), habe ich mich nur durch die Eingangstüren der fliegenden Stahlkolosse zu Urlaubstransportzwecken begeben.

Es war ein Ritual. Ich trete in ein Flugzeug und das ist das Signal gewesen „Jetzt geht der Urlaub los, ich lasse Deutschland hinter mir, schaue aus dem kleinen runden Bullauge-Fenster der Maschine und sehe wie meine schwäbische Heimat kleiner und kleiner wird, bis ich schließlich zusammen mit dem Flieger und 80 weiteren Urlaubsgästen durch die Wolkendecke stoße und der Sonne am blauen Himmel entgegen blinzel.“

Flugzeug = Urlaub

So war es einmal. Heute sieht es so aus: Flugzeug = Arbeit.

Ein Flugzeug ist ein Bus, der fliegt und mich an weiter entfernte Orte in kürzerer Zeit bringt, als es das Modell am Boden kann. Ich schaue aus dem Fenster heraus. Stuttgart wird unter mir kleiner. Der Fernsehturm, auf den grad niemand rauf darf ragt wie ein Spargel in den Himmel.

 

 „Möchten Sie etwas zum trinken?“ Mit diesen Worten reist mich die Stewardess aus den Gedanken. Kaffee und Wasser wird mir kurze Zeit später gereicht. Das fürchterliche Essen verweigere ich. Habt Ihr schonmal gutes Essen in einem Flieger bekommen? Also ich nicht. Grauseliger ungesunder Fraß – anders kann man das leider nicht bezeichnen, was einem da als Kunde oftmals zugemutet wird.

Ich schlürfe meinen schwarzen Kaffee und blätter in einem Fitness-Magazin, das ich mir am Flughafen in einer Bussinesslounge besorgt habe. Das ist übrigends ein netter Service von bestimmten Fluglinien, kostenlos solche Magazine auszulegen. Gut ok…es war jetzt nicht meine Fluglinie, aber ich verstehe das als Neukundenakquise. Ich überlege mir jetzt wirklich, die nächste geschäftliche Reise mit diesem Flug-Unternehmen zu machen. Blöd, dass ich keine Einwirkung auf die Flugbuchungen habe, aber mein gute Wille zählt.

Seite 95 – Low Carb-Essen – Bingo. Ich bin hellwach und fotografiere mir die Einkaufsliste ab. Wenn ich daheim bin, gibt es:

„Hüttenkäse auf Rote-Bete-Salat mit Hähnchenfilet“ – Tatttaaattaaaa…live aus dem Flieger für Euch:

Hüttenkäse auf Rote-Bete-Salat - www.kochhelden.tv

Rote-Bete-Salat mit Hähnchenfilet

 

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Hähnchenfilets (ca.300g) nach Möglichkeit Bio
  • Salz, Pfeffer
  • 2 TL Öl
  • 2 kleine Zwiebel
  • 300-400 g Rote Bete (gibts vakuumiert oder frisch)
  • 1,5 EL Weißweinessig
  • 1 Prise Kreuzkümmel
  • 50g Hüttenkäse
  • gehackte Petersilie zum Garnieren

 

Zubereitung:

  • Hähnchenfilet waschen, trocken rubbeln und mit Salz und Pfeffer würzen
  • Fleisch in einer Pfanne mit 1 EL Öl jede Seite ca. 6 min. braten
  • Zwiebeln schälen und schneiden – wie das einfach geht, kannst du Dir in diesem Video anschauen

 

Also mach ich das auch..*schnippel…schnippel*

 

Schalotte schneiden

Ich habe in diesem Fall eine Schalotte geschnippelt

  •  Rote Bete würfeln

 

Rote Bete schneiden

Rote Bete schneiden

  • 1 EL Öl, Essig, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel mischen

Ich hab mir angewöhnt meine Gewürze in einer kleinen Box zu sammeln. Sie ist meine kleine Schatzkiste mit der ich supergerne wie in kleiner Alchimist experimentiere

 

Meine kleine Gewürz-Schatztruhe

  • Vinaigrette mit Rote Bete mischen

 

Rote Bete Salat

Rote Bete und Zwiebeln mischen

  • Hähnchenfilet mit Rote-Bete-Salat anrichten
  • Hüttenkäse in Flöckchen darüber verteilen und mit Petersilie anrichten
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Viele Urlaubsgrüße

Jens

Jens

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