Vegetarisch? Vegan? Low Carb? Gesund? Gut schmeckend?

Können wir!!!

Ja, Ihr lest richtig. Können wir – und wie wir das können.

Lars, ich hab echt Lust mal hier und dort etwas Veganes in den Blog einzubauen.“ – Völlige Stille.

 

 

 

Der Typ in der Kochjacke schaut mich mit großen Augen an. „Willste jetzt einen auf Dings machen…hier wie heißt der Typ…hier, der porschefahrende Hunnenkönig?“

Attila?“, werfe ich Lars mit meinem immensen Geschichtswissen entgegen. Er nickt und grinst.

 

Wir machen vegan auf gesund mein Freund“, schicke ich als Erklärung hinterher. Jetzt rattert das Weiße in seinen Augen und die selbigen drehen sich wie Anzeigen an Glücksspielautomaten in Las Vegan. Dring Dring…sie bleiben bei dem Symbol „Fragezeichen“ stehen.

Los Lars, wir gehen einkaufen“, rufe ich ihm zu und wir schmeissen beide das Kochoutfit ins Eck und stürzen uns ins vegane Einkaufsgetümmel.

 

Am Regal der veganen, ach so gesunden Zuckerersatzmittelchen renne ich gleich vorbei. Agavendicksaft braucht nun wirklich kein Mensch. Es soll in der Tat Leute geben, die meinen, sowas ist gesund und bauen es locker lustig in sämtliche Gerichte ein.

Sollen wir einen kurzen Exkurs zu Agavendicksaft bzw. Sirup machen? Also gut. Es handelt sich hierbei um eine Verbindung von Glucose und Fructose. Soweit so gut. Ist beim Haushaltszucker auch nicht arg anders. Im Gegensatz zu dem Zucker, schwappern die Fructose und Glucosemoleküle ungebunden im Dicksaft umher. Das Verhältnis der Moleküle ist 7:1 (Fructose:Glucose). Das heißt, es liegt ca. 80% mehr Fructose vor, als im Zucker, der bei Euch im Schrank dahin vegetiert. Wie gesundheitsschädlich ein Zucker ist, hängt auch davon ab, wie hoch der Fructoseanteil ist. Blöd.

Fructose ist übrigens auch ein Appetitanreger. Auch blöd. Schön ist, dass Fructose eine geringe Insulinausschüttung im Körper verursacht. Deshalb empfehlen auch irgendwelche Hirnis den armen Diabetikern dieses Süßungsmittel. Sollte man vielleicht erwähnen, daß Fructose direkt über die Leber wieder ausgeschieden wird. Ist jetzt auch nicht ganz so dolle.

Das Bundesamt für Risikobewertung warnt übrigens explizit davor, Fructose als Ersatzstoff für Diabetiker einzusetzen.

 

Klugscheißerrunde am Agavendicksaft-Regal beendet und beim nächsten Mal, wenn Ihr ein Gericht aus einschlägigen veganen Kochbüchern nachkocht, einfach mal drüber nachdenken, ob alles was da drin steht tatsächlich gesund ist. Mir fiel im veganen Kochbereich auf, daß es viele Gerichte gibt, die zu massiven Blutzuckerspiegelanstiege, Insulinausschüttungen im Körper führen.

Es ist durchaus richtig auf Fleisch zu verzichten bzw. Fleisch zu reduzieren in seiner Ernährung. Dies allerdings auf Kosten der Gesundheit zu tun, halte ich für falsch. Stopft Euch bitte nicht die Kohlenhydratbomben zu jeder Tag- und Nachtzeit in den Kopf. Auch veganes oder vegetarisches Essen kann ungesund sein. Esst mit Verstand.

So Ihr Lieben, nachdem wir jetzt einen dicken Haufen auf die Motorhaube des Porschefahrers gesetzt haben, latschen Lars und ich rüber zum Saftregal. Für unser Gericht brauchen wir einen Apfelssaft. Völlig easy. Ein Apfel ist kein Tier und es wurde vermutlich auch keine Tiere auf den Baum geworfen, um an die Früchte zu kommen. Also kann ich ohne Bedenken einen Saft holen. Möööpppppp…

 

 

Willkommen zurück in Klugscheißerhausen. Apfelsaft ist nicht gleich Apfelsaft. In einige Fruchtsäfte wird Gelantine als Träger von zugesetzten Vitaminen beigemischt. Das ist übrigens bei ganz vielen Lebensmitteln der Fall. Zur Kennzeichnung solcher Praktiken gibt es derzeit leider kein Gesetz. Eigentlich eine Frechheit. Denkt man, man ernährt sich vegetarisch oder vegan und haut sich dann doch Tierbestandteile beim Essen von Chips, Tomatensuppen oder Frischkäse in die Futterluke. Da stehen wir als Kochhelden mal wieder fest hinter foodwatch, die eine tolle Kampagne zur Kennzeichnung voran treiben.

 

 

Ich greife mir einen veganen, von Tierschlabber geklärten Apfelsaft und trabe weiter durch die Gänge des Marktes. Alle anderen Bestandteile für unser Essen wandern auch in den Einkaufswagen, wir besuchen noch Bauern, holen uns Gewürze, Blutampfer und Thaibasilikum beim Asiaten unseres Vertrauens.

Zurück im Kochhelden-Headquarter schmeissen wir die Kameras und den Herd an und zeigen Euch das von uns für Euch entwickelte Gericht „Vegane offene Lasagne“.

Vegetarisch? Vegan? Low Carb? Gesund? Gut schmeckend? Können wir!!! Nach dem Video könnt ihr das auch.

 

Blumenkohlpüree:

½ Blumenkohl in 

250ml Kokosmilch 10 min kochen und mit

Salz und

Chiliflocken abschmecken. Anschließend pürieren

 

Gebr. Blumenkohl:

½ Blumenkohl in Röschen geschnitten in einer Pfanne mit Öl anbraten

Ingwer & Chili in Würfel geschnitten hinzu geben

Salzen

Buchenpilze hinzugeben und anbraten

Chiliflocken bringen etwas Schärfe ins Gericht

 

Nudeln

Shirataki-Nudeln in einer Mischung aus

Apfelsaft Klar ( Vegan – nicht mit Gelatine geklärt) und 

Sojasoße kochen

Limettenblätter hinzugeben

 

Sesamchips

Frühlingsrollenteig in Dreiecke geschnitten in

Sesamsalz-Mischung in Öl braten

 

Zum Garnieren:

Blutampfer

Thai Basilikum

 

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Jens

Jens

2 Comments

  1. 14. Juli 2014 at 14:41 — Antworten

    ich bin gerade ein bisschen entsetzt. das mit dem apfelsaft wusste ich noch garnicht! ups!
    und mist – war ich doch gerade so stolz endlich auch den agaven-dicksaft zu besitzen und dann das!
    aber die lasagne ist eine tolle idee!!!
    herzliche grüße und guten appetit,
    wünscht die frau s.

  2. […] Am Wochenende gab es bei uns ein neues Kochvideo zu einem veganen Gericht. […]

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