Eine geheimnisvolle Frucht

Mangostan oder Mangosteen? Wie heißt diese Frucht denn nun?

Kaum eine Frucht ist hier bei uns in der westlichen Welt so unbekannt wie diese. Dieses Unwissen geht bei mir bereits bei dem Namen der ominösen Frucht los.
Die asiatischen und karibischen Bewohner unserer Erdkugel haben sich alle Mühe gegeben, daß wir Langnasen nichts davon mitbekommen, wie lecker und gesund diese Frucht ist. Erst durch den aufkommenden Tourismus wurde die Mangosteen zu uns verschleppt. Dennoch findet man sie höchst selten im Gemüseregal des Supermarkts.

Die Garcina Mangostana hat ihren Namen von ihrem Entdecker, dem französischen Forscher Jacques Garcin (1673-1751). Die Frucht hat eine glatte, dunkle und meist purpurrote Rinde. Im Inneren beherbergt sie eine schneeweiße Frucht, die meist vier bis acht Spalten hat.

Angeblich hat Königin Victoria von England gesagt, dies die „Königin der Früchte“ sei. Wie kommt sie denn nur darauf? Entweder hatte die Queen einen im Tee oder sie liebte den leckeren Geschmack des zarten und saftigen Fruchtkerns.
Von den wertvollen Inhaltsstoffen konnte Queen-Mum schließlich nichts wissen.

 

Inhaltsstoffe der Mangosteen

Die Mangostan bzw. Mangosteen ist bis zum Anschlag voll mit Antioxidantien. Die bekanntesten sind hierbei Xanthone, Tannine, Stilbene, Katechine und Polyphenole. Diese kleine Mangostan ist von der antioxidantischen Wirkung her wirksamer als Vitamin E und enthält insgesamt 12 Vitamine, wie B1, B2, B6, C.
Ausserdem weißt die Mangosteen natürliche Mineralien, Spurenelemente (Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor), Enzyme, Bioflavonoide und Photonährstoffe auf,
Kombiniert man diese antioxidantenreiche Mangosteen mit grünen Tee oder Aloe Vera, also anderen Mineralien, ergibt sich eine Ernährungsgrundlage von sehr hoher Qualität.

In diversen Studien wird der Mangostan eine Wirkung bei der Steigerung des menschlichen Immunsystems zugesprochen, auch in der chemopräventiven Krebsbehandlung. Dies führt man auf die enthaltenen Xanthone zurück.

Jetzt sollte man ja meinen, wenn diese Frucht so übelst gesund ist, dass man sie überall anbauen sollte und wir sie massig in uns reinschreiben sollten. Das sollten wir auch tun, aber wie oben erwähnt, sehen wir diese Frucht höchst selten im Gemüseregal liegen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Mangostan nur in den inneren Tropen wächst und alle Anbauversuche in Europa oder Amerika erfolglos waren.

 

Mangosteen – eine verbotene Frucht?

Ich habe gehört, daß die Mangosteen-Frucht verboten war. Aber wieso war die Mangosteen verboten? Diesem Thema musste ich noch nachgehen.

Die Frucht ist jetzt nicht so ein matschiges Früchtchen, sondern ist sehr robust unterwegs und kommt ohne Schädlingsbekämpfungsmittel aus. Man vermutet, daß der hohe Anteil an Antioxidantien in der Mangostan genügend Abwehrkräfte aufbaut, dass Schädlinge der Frucht nichts anhaben können. Eigentlich ja megageil, aber nicht für den Import in westliche Länder.

Die Mangosteen wurde also nicht mit Chemie begast und auch nicht bestrahlt. In den USA hatte man aufgrund dieser „Nichtbehandlung“ eine solche Angst vor dem Import der Frucht und somit der asiatischen Fruchtfliege, dass bis 2007 die Mangostan nicht importiert werden durfte.

Wenn Ihr also eine Mangostan im Laden seht oder in Asien unterwegs seit, schaut, daß Ihr diese Frucht mal esst. Es lohnt sich wirklich. Im Video zeigen wir, wie die Mangsteen geöffnet wird.

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Jens

Jens

2 Comments

  1. 11. April 2016 at 12:07 — Antworten

    Oh, da kommen gerade Erinnerungen hoch. Die waren noch dazu so geschmeidig. Liebe Grüße Claudia

    • 11. April 2016 at 13:25 — Antworten

      ich habe Fernweh…ich schneide die Filme ja grad

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