„Gibt es eigentlich unter männlichen Foodbloggern keine Konkurrenz?“

„Gönnt Ihr Euch immer alles?“

 

Ja und Nein. Es ist nicht ganz einfach auf solche Fragen mit geschlossenen Antworten zu reagieren. Deshalb gibt es auf derartige Fragen kein Ja und kein Nein von meiner Seite. Schließlich gibt es auch nicht nur Schwarz oder Weiß.

Die richtige Antwort liegt für mich wohl dazwischen – irgendwo im bunten Bereich.

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Das böse NEIN – die menschliche Sicht der Dinge

Ich glaube ich kann von mir sagen, dass ich recht relaxed bin und mich wenig kratzt. Gibt es unter Foodies Beef (nicht im Sinne von Fleisch zu verstehen) schmunzle ich maximal darüber, dreh mich um und koch mein Süppchen am Herd weiter.

Ich bin aber selbstverständlich nicht davor gefeit, dass auch ich manche Menschen nicht besonders sympathisch finde. Der Magen dreht sich um, sobald man denjenigen sieht, man bekommt Ekelbläschen im Mund, wenn man die Stimme hört, der Mageninhalt wendet sich langsam gen Speiseröhre – Ihr kennt das.

Hier im Schwabenländle sagt man „Es menschelt“. Ich kann nicht jeden mögen, ich mag nicht jede Art und so ist es sicher auch umgekehrt. Mich muss schließlich auch nicht jeder mögen. Eigentlich muss mich niemand mögen. Es ist natürlich immer schöner im Leben, wenn einen der ein oder andere sympathisch findet. Das macht vieles einfacher. Natürlich verschafft dies auch hier und da ein „like“. Schließlich sind „likes“ die Währung von uns Bloggern.

Wir wollen gemocht werden – zumindest das man unsere Texte, Bilder, Rezepte – unsere geteilten Inhalte mag. Bekommen wir keinen „Daumen hoch“ oder ein Like, zweifeln wir am Artikel, unserer Kreativität, der Ausrichtung unseres Blogs, am Sinn des Lebens, ja gar an unserer ganzen Existenz.

 

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Was es allerdings bei mir nicht gibt, ist, dass wenn ich jemanden eher…sagen wir mal „semigut“ finde und ihm dann ins Gesicht lache und sage was für n geiler Typ er doch ist. Auf die „Hinten-rum Nummer“ steh ich eher nicht so. Dann lieber gerade aus und voll auf die Zwölf. Da sag ich ihm oder ihr schon lieber gleich, dass er/sie eine Arschkrampe ist und mir und meinem Karma nicht gut tut.

Das sollte man so oder so tun: Trennt Euch von Menschen oder verbannt sie aus Euren Dunstkreis, wenn sie euch nicht gut tun und Ihr ein latent ungemütliches Gefühl habt, wenn Ihr sie seht. Dabei ist es wirklich völlig wurscht, wieviele Follower der oder diejenige besitzt. Solche Menschen werden eh nichts für Euch tun – sie vermitteln Euch nur, dass sie auf einem anderen Niveau sitzen, als Ihr. Und sagen wir es mal hinter vorgehaltener Hand, wir sind hier ja unter uns – ich habe gehört, dass man sich Follower auch kaufen kann und der ein oder andere Foodblogger soll dies schon gemacht haben. Aber was geben Männer, wie ich auf Hören-Sagen? Nüx. Absolut nüx. Wir geben aber was auf Tool, mit denen man einsehen kann, wo die Follower herkommen und bei all dem fragt man sich doch, wieso mein Blog nicht von Chinesen, Brasilianern oder Russen gelesen wird.

 

Ja Ihr habt ja recht. Was bei Firmen und Agenturen leider immer noch zählt, ist die reine knallharte Zahl. Hat man bei Gesichtsbuch oder Instagram eine Fünfstelligkeit erreicht, macht man einen Knicks, wenn der oder diejenige den Raum betritt. Liebe Agenturen, es gibt so viele andere wichtige Kriterien, die eine Aussage über die Wertigkeit eines Blogs machen – krallt Euch nicht einzig und alleine an Reichweitenzahlen. Natürlich ist Reichweite wichtig und soll auch honoriert werden. und versteht mich bitte nicht falsch – die meisten Blogger und Instagramer, die groß sind, haben dies absolut verdient und erarbeitet. Es gibt aber auch leider die, die etwas nachhelfen.

Bei all den Zahlen, Followern, Sympathien und Antipathien ist letztendlich das Wichtigste, dass ich morgens aufstehen und mir selbst im Spiegel in die Augen schauen kann.

 

Das ist die menschliche Komponente, dieser Antwort. Klammern wir diese aus und gehen ganz ohne Emotionen zum geschäftlichen Teil über.

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Das böse NEIN – das Businessmodell des Blogs

Wenn man wie ich einen Teil seines Lebensunterhaltes mit Bloggen und den Nebengeschäft, die an dem Blog „dranhängen“ verdient, geht es natürlich darum, ob man selbst den Job bekommt oder ein anderer. Da darf man getrost seine rosa Blogger-Brille, durch die man die Bloggerwelt sieht, mit Schmackes ins nächste Eck transferieren. Wir bloggen nicht nur aus Spaß am Leben und weil wir gerne Essen kochen. Natürlich geht es hier auch um Business, um Aufträge, um Artikel und letztendlich darum, die Miete am Monatsende zahlen zu können.

Auch hier gibt es viele Blogger und Leser, bei denen wird sich das Herz verkrampfen, wenn sie diesen Satz lesen. Selbstverständlich gibt es irre viele Blogger, die aus reiner Selbstmitteilung bloggen. Hier steht kein Business-Case im Hintergrund. Bloggen, weil Bloggen Spaß macht und es toll ist, wenn man gelesen wird. Mir verschafft kaum etwas ein besseres Blogger-Existenz-bejahendes-Gefühl, als wenn mir ein Leser schreibt, dass ihm das Essen geschmeckt hat und er es oberlecker fand. Stimmt Ihr mir zu?

Natürlich gibt es genug Blogs, die geschrieben werden, weil man das Bloggen liebt. Das ist auch absolut richtig so und so sollte es auch sein. Bloggen um des Geldes Willen – das ist sicher kaum der richtige Weg. „Ich schreibe meinen Blog, auch wenn ihn niemand lesen würde“, höre ich gerne mal durchs Netz donnern. Das glaube ich nicht so ganz. Sobald man etwas schreibt und es veröffentlicht, möchte man auch, dass es gelesen wird. Das ist schon einen kleine Form des Exhibitionismus. Wenn es Dir egal ist, ob die Texte gelesen werden, dann nimm Dir ein Schulheft und schreib dort Deine geistigen Ergüsse auf, klapp es zu und leg es ins Eck. Du machst das für Deine Familie, die woanders wohnt? Mach ein Foto von dem Rezept im Schulheft, nagel ein Bild dazu und schick es per Messenger an die Tante in Timbuktu.

 

Wer Dinge in einem Netzwerk veröffentlicht, auf das Milliarden Menschen weltweit Zugriff haben, möchte gelesen werden und bekommt Herzklopfen, wenn man sieht, wie die Leserzahlen steigen.

 

Wieviel Foodblogs gibt es derzeit in Deutschland? Ich schätze um die Zahl auf ungefähr 12.000.

Zwischen all diesen Foodblogs soll ich mit meinem Fähnchen so über der Wasseroberfläche schwimmen, damit man mich sieht? Dafür muss ich eine große Fahne in die Hand nehmen – nach Möglichkeit sollte ich möglichst viele Riesenfahnen parat haben: Für jedes soziale Netzwerk eine. So viele Hände hab ich doch nicht – so viel Zeit steht mir nicht zur Verfügung. Schließlich hat man ja auch noch einen Job. In der heutigen Zeit weiß man ja schier nicht, wo man anfangen soll. Gefühlt schießt alle sechs Monate ein neues soziales Netzwerk aus dem Boden, bei dem man unbedingt dabei sein muss, da man sonst nicht „up to date“ arbeitet.

Ich habe eine Strategie für neue soziale Plattformen entwickelt. „Teste das neue Netzwerk vier Wochen intensiv aus, mach Dich mit ihm vertraut und finde Vor- und Nachteile für den Blog. Erst dann kannst Du beurteilen, ob Dir das Medium liegt, ob es nur ein Zeitfresser für Dich ist oder es ein wichtiger Marketing-Kanal für Deinen Blog werden kann.

 

Wer immer nur das tut, was er schon kann, bleibt auch immer nur das, was er schon ist!

 

Wenn man sich als Blogger und Mensch ständig weiter entwickelt, sich nicht zu schade ist, neue Wege auszuprobieren und auch zu gehen, dann hebt man sich aus der riesigen Masse an Blogs ab, man ragt heraus und darum geht es schließlich. Der Blog muss gesehen werden – von Firmen, Agenturen und was viel wichtiger ist: von den Lesern.

Wo wären wir Blogs ohne unsere Leser? Sollte man sich nicht eher um Leser bemühen, als um Agenturen und Firmen? Kommen die letzteren nicht von alleine, wenn alles andere passt? Will man denn überhaupt, das sie kommen? Ist es nicht cleverer, sich seine Kooperationspartner auszusuchen und selbst anzugehen? Was kann ich? Was biete ich? Willst Du mein Partner sein? Viele Firmen und Agenturen begegnen Bloggern heute auf Augenhöhe und wissen sehr wohl um den Gegenwert einer Zusammenarbeit. Das war nicht immer so und ja, auch heute haben wir immer noch Unternehmen und Verlage auf dem Markt, die meinen, dass man gerne für eine Tüte Reis oder sogar umsonst arbeitet.

Wie es solche Unternehmen gibt, die weit unter der Oberfläche einer angemessenen Partnerschaft schwimmen, gibt es natürlich auch Blogger, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und das komplette Sonnensystem dreht sich nur um sie. Ich finde es ziemlich anmaßend, dass wir Blogger oft unverschämt auf Anfragen reagieren. Der gegenüber ist auch nur ein Mensch und für den ist vielleicht der Blogger auch ein unbekanntes Wesen und er ist total verunsichert. Helft den Leuten doch etwas mit Euch umzugehen, nehmt die Nase etwas nach unten und werdet Euch bewusst, dass wir zwar etwas im Netz erschaffen und kreativ sind, aber dennoch unsere Lampe auf dieser Erde eine ganz kleine ist. Wie meine Bloggerfreundin Mel immer so schön sagt: „bleibt professionett“.

 

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Ich habe das Gefühl, dass es eine Schwemme an neuen Foodblogs gibt, die wie Pilze aus dem Boden schießen und diese sofort eine „Kooperationsseite“ haben und eigentlich nur gegründet werden, weil man Dinge zugeschickt bekommt und Geld verdienen kann. Ich höre mich schon an, wie ein alter Mann, wenn davon erzähle, dass wir damals den Blog gründeten, weil wir möglichst viele Menschen mit dem Thema „Gesunde Ernährung“ erreichen wollten.

Ich wollte eine Internetseite, die ich meinen Fitnesskunden weitergeben konnte, wenn sie mich in einem Training nach der richtigen Ernährung fragten.

Ich wusste nicht einmal was ein Blog ist, als ich ihn gründete und es stand nicht das „Geld verdienen“ im Raum. Heute ist das etwas anders – auch bei mir. Ich möchte noch hinterher schieben, dass ich mich in der glücklichen Lage befinde, mein Hobby, meine Leidenschaft, das Kochen in Verbindung mit dem Bloggen in einer gewissen Art und Weise zum Beruf gemacht zu haben. Da muss eine Absage an einen Kooperationspartner sehr wohl eine gut durchdachte Sache sein, da unterm Strich Rechnungen bezahlt werden und Essen auf dem Tisch stehen muss.

 

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Eine Zu- oder Absage an ein Unternehmen ist für mich dennoch in erster Linie eine Entscheidung des Herzens und der Vertretbarkeit.

 

Ein Blog sollte niemals käuflich sein. Dann verliert er seine Glaubwürdigkeit. Wenn ich mich bei einem Showcooking auf einen Messestand oder einer Bühne stelle und sage „Das Produkt ist der Überknaller, ich benutze es daheim“, dann ist das auch so und dann möchte ich, das man mir das glaubt. Eine derartige Aussage wird von einem Blogger, zumindest von meiner Wenigkeit nicht aufgrund von Gegenleistungen getroffen. Arbeite ich in meiner Person als Jens, als Vertreter von diesem Blog für ein Unternehmen, dann weil ich voll hinter dem Unternehmen und dem Produkt stehe – weil ich es geil finde. (An dieser Stelle sehe ich alle meine Kooperationspartner sich selbst auf die Schulter klopfen). Es waren nicht viele Kooperationspartner, mit denen ich in den letzten zwei Jahren zusammen gearbeitet habe. Man kann sie an einer Hand abzählen. Aber es waren genau die richtigen für mich.

WENIGER IST MEHR – das traf bei der Auswahl dieser Partner absolut zu. Sie haben den Blog und mich unterstützt, sie haben ein Potenzial in Kochhelden.TV gesehen, das ich selbst wohl nicht gesehen oder vermutet habe.

Ich danke Euch.

 

Wie ich meine Partner auswählte? Sag ich Euch.

  • Passt das Produkt zu meinem Blog?
  • Passt mein Blog zu dem Produkt?
  • Welche positiven oder negativen Auswirkungen kann die Zusammenarbeit haben?
  • Wie ist Leistung und Gegenleistung definiert?

 

 Ich bin davon überzeugt, wenn man Qualität abliefert, egal ob im Artikel, mit den Bildern, mit Videos oder sei es bei Workshops, Vorträgen oder sonstigen Arbeiten, dann wird man sich durchsetzen – heute und auch in der Zukunft. Genau dann hebt man sich von der Masse ab – das Fähnchen in der Hand wird gesehen – von Businessseite her, aber vor allem von Leserseite aus.

 

Foodblogday mit den Kalifornischen Trockenpflaumen - www.kochhelden.tv

Das Nein – wir mögen uns doch alle

Das war nun also das „Ja“, wir haben die Konkurrenz unter den Blogs. Das „Nein“ ist mir hierbei nun aber viel wichtiger, obwohl der Text hierzu geringer ausfallen wird.

Bei all der Konkurrenz stehen wir Blogger doch sehr gerne dicht beieinander und unterstützen uns gegenseitig. Sei es beim Bilderklau irgendwelcher Katalogfuzzis oder wenn ein Olivenöl-Hersteller Dummfug postet, geht der lustigste Shitstorm aller Foodiezeiten los. Bringt einer von uns ein Buch heraus – und sei es das dreißigste Backbuch – jeder wird für seinen Erfolg gefeiert, man bekundet seinen Respekt und seine Freude für den Erfolg des anderen. Ich habe jedoch das Gefühl, dass es mehr Gunst als Missgunst unter uns Foodbloggern gibt. Das mag ich so an Euch.

 

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Es macht Spaß ein Teil dieser Blogosphäre zu sein, zu sehen, wie sich andere Mitblogger gegenseitig helfen, unterstützen, sich besuchen und gemeinsame Projekte auf die Beine stellen. Ich mag Fairness, Innovation und Professionalität. Das man das nicht bei jedem Mitblogger bekommt, ist irgendwo auch klar.

Nicht jeder „Wegbegleiter“ in meinen früheren Jobs war fair, hat sich an Absprachen und mündliche Verträge gehalten oder dachte sich „Ach Mensch, die Idee ist ja nicht schlecht – die klaue ich jetzt mal und nenne sie auch noch gleich“.

Solche Dinge wird es immer wieder geben. Da kann man nur den Kopf schütteln, es selbst besser machen und hoffen, das Publikum, die Kunden, die Leser es sehen, wer wieviel Schaum schlägt.

 

Natürlich gibt es Neider und Hater. Je größer der Erfolg ist, um so mehr hat man. Es ist sehr wohl bekannt, dass es geschlossene Facebookgruppen oder Gossip-Foren gibt, in denen von Neid zerfressene Menschen sitzen, die selbst nichts gebacken bekommen, ausser sich Ihr Maul über andere Menschen zu zerreissen. Nicht so viel reden Ihr Lieben – selbst machen und Erfolg haben. Ich verstehe es so oder so nicht, wieso Menschen Zeit haben, über andere negativ zu reden. Dafür ist mein Leben zu kurz und zu schön, um mich mit so einem Hirnmüll zu befassen. Sorry, aber investiert doch lieber die Energie, die Ihr da verbraucht in etwas, was der Menschheit hilft – sammelt Müll im Park, backt einen Apfelstrudel und verteilt ihn bei der Tafel. Wenn Ihr all das nicht hin bekommt, solltet Ihr zumindest eins: Rückgrat beweisen und demjenigen, dem Ihr was zu sagen habt, es ins Gesicht sagen. Morgens aufstehen, Spiegel kucken können und so…you can remember?

 

Blogst 2014 - www.kochhelden.tv

 

Zwischen all den halbdunklen, meist unterbelichteten Wimmelbildern, bei denen es nur darum geht, möglichst viel Schnickschnack aufs Bild zu packen, zwischen all den individuell innovativen gestalteten Workshops und auf der anderen Seite auch geklauten, imitierten Workshops für Blogger, von Bloggern, von Fotografen, von welchen, die denken, sie seien welche, bei all der Bloggerbuchschwemme, die wir derzeit haben, bei all den Awards, die man so gewinnen kann und muss oder auch nicht – bei all dem Business sollte man nicht vergessen, wofür man das alles tut, wie man mal angefangen hat.

 

Back to the roots

„Back to the roots“ ist zwar abgedroschen, aber trifft es ganz gut.

Als ich anfing zu bloggen habe ich eine tolle Unterstützung von vielen Foodbloggern erfahren dürfen. Neben all der Unterstützung und Freundlichkeit, die ich als Blog-Frischling damals von allen erfuhr, waren ein paar Menschen/Blogger/Freunde und Ihre Unterstützung grandios: Danke Jeanny (Zucker, Zimt und Liebe), Mirja (Kuechenchaotin), den Blogst-Görlz Ricarda (23qmStil) und Clara (Tastesheriff), Mel (Gourmet Guerilla) und Markus (Backbube).

 

Blogst 2014 - www.kochhelden.tv

 

Heute gehe ich gerne einen großen Schritt zurück, plädiere für mehr Miteinander unter den Blogs, für mehr Empfehlungen unter den Bloggern – deshalb fange ich damit an, in gewissen Abständen hier auf meinem Blog immer wieder einem Blogger einen Platz zu geben und ihn vorzustellen.

 

Dieser lange Text war ursprünglich ein kurzer. Es war eine kurze Einleitung, um den ersten Blogger vorzustellen. Plötzlich ist der Text länger und länger geworden und ich habe einfach getippt, was mir auf der Seele lag und plötzlich konnte ich diesen Text, den Ihr gerade gelesen habt nicht mehr als Einleitung für eine Bloggervorstellung nehmen. Stattdessen möchte ich den Text noch mit einem Video verstärken, welches ich im Jahr 2013 das erste Mal sah. Es ist von Juli von Heimatpottential und es drückt so ein bißchen das was ich eigentlich sagen will aus und auch das, was ich derzeit ein bißchen vermisse.

Für mehr Spaß und Miteinander

Euer Kochheld

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Jens

Jens

12 Comments

  1. 26. September 2016 at 17:18 — Antworten

    So ein guter Text! Ich persönlich habe mich sehr schnell von diesem Reichweiten-Ding verabschiedet und lebe so gut damit, habe schon so viele tolle und nette Bloggerkollegen kennen lernen dürfen und (wenn auch nur sehr wenige) Kooperationspartner, die Wert auf Qualität und nicht auf Quantität gelegt haben. Ja, auch habe ich schon die andere, weniger schöne Seite kennen gelernt, aber wie du schon sagtest, die wird es immer geben. Darum ein großes JA für mehr miteinander unter uns Bloggern ?
    LG Kathrin

    • 27. September 2016 at 08:26 — Antworten

      Es ist natürlich verständlich, dass bei geldlichen Investitionen in Blogger auch eine gewisse Reichweite erreicht werden muss. Dieses Kriterium aber als einziges heran zu ziehen bei der Auswahl seiner Wunsch-Ansprechpartner ist sicherlich nicht der richtige Weg.

  2. 26. September 2016 at 19:12 — Antworten

    Kein Wölfchen-Bild dabei? Tzä. 😉
    Ich erinnere mich aber an viele der Situationen in deinen ausgesuchten Bildern. Das waren tolle Events und Veranstaltungen mit richtig guter Stimmung und ganz viel Spaß. Das ist auch das Wichtigste daran, finde ich.
    Ich mag Blogger und noch mehr mag ich meine Leser und denke auch immer, dass ich in erster Linie nicht für andere Blogger blogge. Doch ich finde den Austausch und Zusammenhalt untereinander toll. Und ich mag mich nicht in komische Geschichten reinziehen lassen, sondern mache mein Ding und verstehe mich mit allen gerne gut. Jeder kann was Tolles und das bewundere ich.

    Liebe Grüße
    Maja

    • 27. September 2016 at 08:29 — Antworten

      Lustigerweise habe ich nicht wirklich ein gemeinsames Bild mit dem Wölfchen. Kann das denn sein? Skandal.
      Ich seh das wie Du Maya – man lebt am besten, wenn man sich aus Geklüngel, Gossip, Hetze heraus hält und sich auf das konzentriert, was man kann oder was man erreichen möchte.
      Ich glaube aber auch, dass dies für uns männliche Food-Blogger einfacher ist.

  3. 26. September 2016 at 20:06 — Antworten

    Ich weiß exakt wann & wo das Beitragsbild entstanden ist….

    Spaß beiseite – toller Artikel, mit vielen Aspekten zu denen ich mir auch schon Gedanken gemacht habe. Hier kurz meine, natürlich völlig unerhebliche Sicht der Dinge:

    Vorausschicken möchte ich, dass ich persönlich das Bloggen als reine Freizeitbeschäftigung sehe bei der aus etwas was ich so oder so tun würde (Kochen, Wursten, Jagen) durch das Bloggen ein Mehrwert entsteht. Für mich und meine Leser. Meine Blogs müssen sich nicht monetarisieren und deshalb kann ich es mir leisten wirklich nur die Sachen zu besprechen oder auszuprobieren von denen ich wirklich begeistert bin. Meine Blogs (wernerkochtwild / jagdtipp.de) sind Nischenseiten bei denen ich niemals Millionen Klicks generieren werde. In meiner Nische bin ich aber eine Schwergewicht mit Einfluss…. *hehehe*

    Was die Konkurrenz unter männlichen Foodbloggern betrifft, so kann ich da nicht mitreden, da meine Erfahrungen bei den diversen Events und Online- Kontakten durchweg positiv sind und einige dieser Veranstaltungen inzwischen regelrechten Klassentreffencharakter haben. Auf das Wiedersehen mit meinen Foodbloggerkollegen freue ich mich zum Teil schon ein Jahr vorher…. Ich hatte dabei durchaus den Eindruck, dass das mit dem Beef und dem Rumzicken bei unseren weiblichen Kolleginnen weiter verbreitet ist. Dies mag auch daran liegen, dass das Geschlechterverhältnis hier so ungleichmäßig ist…

    Zum Thema Businessmodell des Blogs kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich immer irgendwo etwas ergibt. In meinem Fall war dass z.B. das Angebot eines Jagdmagazins für sie als Autor zu arbeiten. Auch, dass mich inzwischen gestandene Köche und Gastronome um Rat oder nach Rezepten fragen ist ein weiterer Aspekt meiner ganz persönliche Motivation…

    Ich setze mir jedes Jahr ein Ziel mit meinen Blog, das ich zu erreichen suche:
    Blog einrichten und bekannt machen; Expertenrolle erlangen; Kochbuch schreiben; Kochkurse geben; in das Thema youtube-Videos einarbeiten etc.

    Was die Adaption neuer Technik / social Mediakanängeht, so klopfe ich für mich persönlich auf die folgenden Aspekte ab: hilft es mir beim Erreichen meiner Ziele, Aufwand / Nutzen, ist die Idee dahinter verständlich (Snapchat habe ich bis jetzt noch nicht „verstanden“)?

    Dein Artikel war ein kleiner Tritt in meinen Hintern endlich das Youtubethema endlich anzugehen über dass wir beim vorletzten Foodbloggercamp geredet haben! Und hier schließt sich der Kreis zum Beitragsbild…. 😉

    Liebe Grüße, Werner

    • 27. September 2016 at 08:38 — Antworten

      Hallo Werner,
      was für ein langer Antworttext. Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Dir so viele Gedanken zu machen und so ausführlich zu antworten.

      Ich denke, jeder ist irgendwo Experte in irgendwas. Meistens handelt der Blog darüber. Ich bin Experte in Sachen gesunder Ernährung, Du bist Experte in Sachen Jagd und Wild. So kann man sich in der noch so kleinsten Nische ein zweites Standbein aufbauen bzw. wie Du sagst, sich dort zum „Schwergewicht“ entwickeln. Ich denke man sollte den Blog machen, weil herzblut drin steckt – nicht mit der Aussicht auf Monitarisierung. Wenn dies bei uns so wäre, hätten wir sicher ein anderes Blogthema wählen sollen 😉

      Da hast Du sicher recht, wenn DU sagst, dass dieses Konkurrenzdenken hauptsächlich bei unseren weiblichen Bloggerkolleginnen auftaucht. Naja, es gibt halt auch eine Menge mehr als männliche. Lass es bei uns Jungs 50 Foodblogger in Deutschland sein, die in Erscheinung treten. Wieviel weibliche Foodblogs stehen hier dagegen? 9000?

      Ach das freut mich, wenn ich mit einem Text Menschen wie Dich anspornen kann, sich aus der Komfortzone zu bewegen und sich einem unbekannten Thema wie YouTube zu widmen.
      Falls Du Nachhilfe bei Snapchat brauchst, sag Bescheid. Das geht bei mir so ganz ok 😉

  4. 27. September 2016 at 13:30 — Antworten

    Also, ich zum Beispiel, ich mag dich 😉 Sag dem Medchen schöne Grüße, wir sehen uns, dort oder da. Claudia

    • 27. September 2016 at 14:13 — Antworten

      Grüße ausgerichtet und zurück liebe Claudia. Vielen Dank – wir mögen Dich auch sehr.

  5. 27. September 2016 at 14:07 — Antworten

    Toller Text, so vom Herzen rausgeschrieben. Toll! Ja ich freue mich euch wie eine Schneekönigin wenn die Seitenaufrufe in die Höhe steigen, da musste ich lachen. Ständig schaut man in die Statistik und ist total gespannt wenn man lang nicht geschaut hat (alle 5 Minuten) 😀
    Klar schreibe ich weil ich gelesen werden will. Aber geld verdienen, finde ich ist harte Arbeit, das ist mir zu anstrengend. Ich gehe genug arbeiten 🙂 Respekt an die die das beruflich machen. Bloggen darf auf mich keinen Druck machen.

    liebe Grüße Vanessa

    • 27. September 2016 at 14:15 — Antworten

      Hallo Vanessa,
      Bloggen sollte nie Druck ausüben. Auch nicht, wenn man damit Geld verdient. Und sind wir mal ehrlich…gibt es etwas Tolleres, als sein Hobby zum Beruf zu machen?

  6. 2. Oktober 2016 at 12:30 — Antworten

    Hallo Jens,

    was ich in einigen Jahren des Bliggens gelernt habe? Die online-Bloggerwelt ist oft ein bisschen schöner, oberflächlicher und unechter als das wirkliche Leben – aber eben auch nur eine Fortsetzung des realen Lebens, mit Charakterschwächen, Stress, Ungeduld und Unverständnis. Wir sind halt alle nur Menschen? Manchmal wünsche ich mir ein bisschen mehr Verständnis, nicht gleich ein Verurteilen im Sekundentakt, ich würde gern sagen, dass mir Kritik oder Ablehnung egal sind, aber es ärgert bzw. verletzt dann doch etwas…auch wenn ich mit dem Blog nicht absatzweise kostendeckend unterwegs bin, freue ich mich darüber, dass ich mit der Bloggerei angefangen habe – sie hat mir schließlich zu einem neuen, tollen Job gebracht! In jugendlichem Überschwang vergisst man eben oft, dass Gutding, Weile braucht☺️ Das verträgt sich oft nicht mit dem Wunsch schnell und viel Geld zu verdienen! aber das ist auch nur die Erfahrung, auf die mit neuerdings Mittdreißiger zurückgreifen kann??? liebe Grüße ins Ländle, Johanna

    • 2. Oktober 2016 at 12:41 — Antworten

      Hallo Johanna,
      ich denke, dass Kritik einem nicht egal sein sollte. Kritik ist ja durchaus in den meisten Fällen etwas, womit man sich verbessern kann – wenn sie denn gerechtfertigt und konstruktiv ist. Kommt ja auch immer darauf an, von wem sie kommt.
      Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Onlineweilt zwar oberflächlich ist und nur bestimmte Kennzahlen bei manchen Menschen zählen, aber dennoch habe ich ganz tolle Menschen durchs Bloggen kennen gelernt. Aus der einen oder anderen Bekanntschaften sich Freundschaften geworden mit Menschen, die ich nicht missen möchte.
      Viele Grüße zurück

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