Weihnachten steht vor der Tür und mir hängt das Weihnachtsgebäck schon zu den Ohren raus und vor allem als überflüssige Pfunde an den Hüften. Kreuzkruzifix.

Dabei sollte es dieses Mal anders laufen als sonst. Aber nein – es heißt wie immer: „Bewegung ist die halbe Entbindung“ und so erhöhe ich die Kalorienverbrennung.

Mehr verbrauchen, als ich zu mir nehme – die alte Geheimformel gilt auch heute noch.

Wenn Du, wie ich, gerne mal zu einem Weihnachtsplätzchen oder Lebkuchen greifst, denke immer an die Achterbahnfahrt, die Du Deinem Blutzuckerspiegel damit bereitest. Gerade im Weihnachtsgebäck sind viele Einfachfachzuckerverbindungen,  sogenannte Monosaccharide. Diese werden sehr schnell aufgespalten und lassen den Blutzuckerspiegel nach oben schießen und schon kommt Kamerad Insulin aus den Löchern gekrochen und packt den Zucker schön in die Zellen. Insulin sorgt nicht nur dafür, daß Euer Blutzuckerspiegel wieder rasant in den Keller rauscht, sondern es macht auch noch richtig fett. Jetzt habt Ihr Euch also den Zucker in die Fettzellen packen lassen, jetzt bekommt Ihr auch noch Hunger. Schon geht das Spiel wieder los.

Was also tun, um in der Weihnachtszeit auch mal zum Gebäck greifen zu können. Ihr habt zwei Möglichkeiten.

  1. Ihr haut Euch die Süßigkeiten im Verstand und in absolut minimierter Form in den Schlund und erhöht den Kalorienverbrauch durch mehr Bewegung.
  2. Ihr backt Low Carb – ohne Kohlenhydrate – ohne Zucker.

Variante zwei ist nicht ganz einfach, aber für manche von Euch noch angenehmer als Alternative 1, da Alternative 1 für manche gar keine Alternative ist.

Also Backen wir ohne Zucker, Backen wir ohne Mehl.  Wie soll das funktionieren und vor allem, wie soll das schmecken?

LowCarb-Lebkuchen - www.kochhelden.tv

Ohne Mehl ist recht einfach. Nehmt hierfür einfach Mandelmehl. Ich selbst habe mir mittlerweile eine Mandelbäumchenplantage in den Dachboden des Hauses eingepflanzt, denn Mandelmehl ist echt nicht ganz so günstig. Ich sag mir aber: „Lieber die Kohle ins Mandelmehl investieren, Diabetes wäre echt schlimmer“.

Punkt zwei:  Zucker.

Unser Fitnessexperte Rainer sagt dazu: “Süßstoff solltet Ihr am besten gar nicht verwenden! Xylit ist schon ok. Es hat leider auch Kalorien, aber wenigstens erzeugt es im Körper keinen Fehlimpuls wie Süßstoff.  Es wird verstoffwechselt, da der Körper die Kalorien verbrennen muss, aber es sind zum einen 40% weniger als bei Zucker und zum anderen wird es ohne Insulin verstoffwechselt, das ist der Hauptunterschied zu Zucker und anderen Zuckerersatzstoffen.“

Danke Rainer, wir nehmen Xylit. Das hat auch Jasmin von der Soulfood-Lowcarberia getan, von der dieses tolle Rezept für Low Carb Lebkuchen stammt und Stephanie von Golden and Pink, die uns diese Lebkuchen im Rahmen der Bloggeraktion „Post aus meiner Küche“ zuschickte.

Wir grüßen an dieser Stelle die beiden Mädels ganz lieb, sagen herzlich Danke dafür und verschweigen auch nicht, daß dieses Rezept in unserer geliebten Men´s Health in der Ausgabe Dezember 2013 zu sehen war.

Zutaten für 20 Lebkuchen:

  • 600g gemahlene Haselnüsse
  • 6 Eier (Größe L)
  • 500g Xylit
  • 200g gehackte Mandeln
  • 1 Pck. Lebkuchengewürz
  • 5g Zimt
  • 1/2 TL Hirschhornsalz (ich bin ewig gerannt, bis ich den blöden Hirsch gefangen hatte)
  • 80g Butter
  • 300g Schokolade (Extrazartbitter mit 85 Prozent Kakaoanteil)

 

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 Grad vorheizen
  2. Die ganzen Zutaten ausser der Butter und der Schoki in einer Schüssel verrühren
  3. Jeweils eine limettengroße Teigkugel formen  und auf dem mit Backpapier ausgelegten Blech plattdrücken
  4. 20 Minuten backen
  5. Auskühlen lassen
  6. Butter und Schoki erwärmen und die Lebkuchenbatzen damit bestreichen

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Jens

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