Teriyaki ist japanisch. Das heißt so viel wie „Glanz“ und Grillen“

Jetzt machen wir mal alle eine Verbeugung, wie das im Land der aufgehenden Sonne so üblich ist und brüllen „Haaiiioohhwaakaaazuuuhhh“ und wedeln wie bekloppt mit den Händen durch die Luft.

Alle nochmal: „Haaiiioohhwaakaaazuuuhhh“

Was das heißt? Keine Ahnung. Ich kann kein japanisch. Sehe ich aus wie n Japaner? Neee…alsooo. Klingt halt wie in einem der alten Kong-Fu-Filme. „Aber Kong-Fu ist doch chinesisch“, hör ich die Klugscheißer aus der letzten Reihe.

Jetzt hört auf mit mir zu diskutieren, sonst geh ich wieder. Ich bin etwas grantig. So ein mieser japanischer Virusinfektion streckt mich nun schon die siebte Woche darnieder. Das macht keinen Spaß.

 

Teriyaki-Tofu - www.kochhelden.tv

 

Gestern wollte ich den Bazillus dann mal mit Teriyaki-Sauce den Garaus machen. Jetzt ist es so, dass eine richtig geile Teriyaki-Sauce nicht so easy zu machen ist. Also eigentlich ist sie schon einfach, aber man muss erstmal ein Rezept finden, welches auch lecker schmeckt.

Wie gut, dass der Fleischpapst Lucki Maurer und sein immer emsiger Hillbilly-Crew-Kollege Michi eben ein solches oberleckeres Saucenrezept am Start haben und ich ganz fleißig bei der Taste Academy aufgepasst habe. Kritzel…kritzel…hab ich es einfach mit geschrieben. 

 

lucki-maurer-from-nose-to-tail -

Lucki Maurer in seinem Element

 

Eine klassische Teriyaki-Sauce, die man zum Marinieren von Fisch, Fleisch, Geflügel oder Rindfleisch nimmt, wird aus gleichen Teilen Sojasauce, Sake und Zucker zubereitet und bei geringer Hitze auf etwa die Hälfte des ursprünglichen Volumens reduziert. Wir lassen die Sake weg, sonst sind wir alle gleich voll und unser Blutzuckerspiegel tanzt Butoh, einen klassischen japanischen Tanz. Na ok, vielleicht brauchen die Vegetarier doch die Sake, das sie die Austernsauce weglassen. Mhmm..Sake oder Austernsauce – sorry, einen Tod muss man geschmacklich einfach sterben.

 

So eine Teriyakisauce könnt Ihr aber nicht nur zum marinieren von Eurem Fisch, Fleisch oder den umherfleuchenden Bazillen nehmen, sondern die Kameraden aus der vegetarischen/ veganen Fraktion werden jetzt gleich eben diesen Butoh tanzen und die Pobacken aneinander reiben, denn so einen geschmacksneutralen Seidentofu kann man auch geschmacklich pimpen. Dann schmeckt der Kram auch endlich mal.

 

Teriyaki-Sauce - www.kochhelden.tv

Teriyaki-Sauce – der Alleskönner

 

Zum Thema Tofu muss ich noch was einwerfen. Auf meiner letzten Chinareise wurde mir die Verwendung von Tofu in den asiatischen Ländern erstmals bewusst. Dort ist Tofu kein Fleischersatz. Dort wird Tofu zum Fleisch dazu gegessen. Es wird in der gleichen Pfanne zubereitet, wie das Fleisch und gleichzeitig serviert. Freilich ist dies dann eher ein Essen für die fleischessende Mannschaft. Wir lernen also: Tofu ist ursprünglich kein Fleischersatz, sondern eine Ergänzung zu Fleischgerichten. Das sollten mal die fleischfanatischen Jungs ausprobieren, die im Moment noch die Nase beim Thema Tofu rümpfen. Ob Tofu nun Brüste macht oder nicht…also ich kann nicht alles wissen, aber zur Sicherheit esse ich mal weniger davon und überlasse den Tofukram dem Meedchen an meiner Seite. Sicher ist sicher. 

 

Reste einer Teriyaki-Sauce - www.kochhelden.tv

 

Zurück zu unserer Sauce, die so ein kleines Allround-Wunder ist und wirklich zu allem eingesetzt werden kann: Marinieren, wie bereits ausgeführt, zum Anmachen für Salate oder zum Anschwenken von Nudeln und eh ich jetzt noch weiter über Brüste Bazillen und so n Zeug schreibe, schepper ich Euch hier erstmal das Rezept hin.

 

Zutaten:

  • 1 kleine Ingwerknolle (40g)
  • 1 rote Chilli
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 6 EL Sojasauce
  • Vegetarier nehmen hier 4 EL Sake  – für nicht Vegetarier und LowCarber nehme ich 4 EL Austernsauce 
  • 2 TL Sesamöl dunkel
  • 1/2 Bund kleingehackter Koriander
  • 2 EL Sesamsamen gemischt
  • 2 Knoblauchzehen
  • Seidentofu

 

Zubereitung:

  1. Ingwer und Knoblauchzehen schälen und fein schneiden
  2. Chili kleinschneiden und dazu geben
  3. Soja- und Austernsauce/ Sake hinzufügen
  4. Zitronengras auf Brett schlagen (Autsch) und in die Sauce geben
  5. Sesamöl hinzugeben
  6. 3 min köcheln und anschließend auskühlen lassen
  7. Ingwer, Knoblauch und Zitronengras mit einem kleinen Sieb aus der Sauce abfischen
  8. In einer kleinen Pfanne Sesamsamen rösten und anschließend in die Sauce geben
  9. Sauce über den Seidentofu geben und mehrere Stunden marinieren lassen

 

teriyaki-tofu - www.kochhelden.tv

Mit Teriyaki-Sauce marinierter Seidentofu

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Jens

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