Hier in der Casa NomNom in Foodbloggerhausen wird täglich frisch gekocht. Das bringt der Job als Foodblogger so mit sich, vor allem wenn Kuechenchaotin und ich im Kochwahnsinn sind und wir beide unsere Blogs füllen möchten. Das geht manchmal sogar so weit, dass wir diskutieren, wer nun welches Gericht auf den Blog nimmt, weil das Essen so lecker geschmeckt hat, welches eben noch vor ein paar Minuten auf unseren Tellern lag und nun in unser beider Futterluken verschwunden ist.

Gefüllte Süßkartoffel - www.kochhelden.tv

Eigentlich kochen wir jeden Tag etwas anderes, weil wir meistens unser Essen verbloggen.
Dabei geht es aber nicht unbedingt darum, etwas zu zeigen, was derzeit angesagt ist oder welches Gericht den meisten Traffic erzeugen könnte, sondern eher darum, worauf wir gerade Lust haben und was uns schmeckt.

Das ist das Schöne am Foodbloggen: Man lernt soviel über Essen und Zubereitung, weil jeden Tag etwas Neues gekocht wird. Wir schaffen es also nicht in die Komfortzone mal eben easy etwas aus dem Ärmel zu schütteln. Das hat den Vorteil, dass wir vieles kennenlernen, viele verschiedene Geschmacksrichtungen austesten, die Länderküchen auseinander nehmen und uns durch das komplette Gemüsebeet futtern.

 

Gefüllte Süßkartoffel - www.kochhelden.tv

 

Thema Gemüsebeet. Es gibt natürlich Gemüsesorten und Kräuter, die wir in Dimensionen einer Großküche verarbeiten, da sie immer wieder Einzug in unsere Gerichte finden. Seit wir ein Haus mit einem Garten haben, erlauben wir uns den Luxus viele Kräuter und Gemüsesorten selbst anzubauen. Das funktioniert hier im Süden Deutschlands sehr gut, da das Klima so gut ist und wir viele Sonnenstunden haben.

Bei allem, was aus deinem eigenen Garten kommt, weißt du was drin ist. Das ist der Hauptgrund für unser jährlich wachsendes Anbaugebiet auf der zweiten Terrassen-Lage unseres Gartens. Ich kann den Selbstanbau jedem nur empfehlen. Selbst auf einem Balkon kann man wunderbar Kräuter und Tomaten halten. Klein anfangen, testen und dann langsam steigern. Besonders dankbar sind winterharte Kräutersorten – die muss man nicht jedes Jahr neu pflanzen.

 

Gefüllte Süßkartoffel - www.kochhelden.tv

Genauso wie wir bestimmtes Grünzeug immer wieder verwenden, kommt es natürlich auch bei uns vor, dass wir bestimmte Gerichte immer wieder kochen, weil sie zu unseren „Lieblingen“ gehören. Kuechenchaotin ist bekanntermaßen ein Pasta-Freak. Seit ihrer Assimilierung ins schwäbische System ist sie dem süddeutschen Essen verfallen: Maultaschen, Schupfnudeln, Kässpätzle – sie vertritt in unserem Haushalt die HighCarb-Fraktion.

Zu den Gerichten, die es immer wieder bei uns gibt, zählt auch die gefüllte Süßkartoffel.

 

Gefüllte Süßkartoffel - www.kochhelden.tv

Ich kann ehrlich gesagt nicht sagen, wieso ich dazu bisher noch keinen Blogpost gemacht habe.
Vielleicht weil es dieses Essen schon zig-fach im Netz gibt und ich nicht der Hundertste sein möchte, der dieses Essen auf den Blog schiebt? Vielleicht, weil ich es für zu einfach in der Zubereitung halte?
Ich weiß es nicht.

Eigentlich ja ziemlich blöd, da man die Süßkartoffel so vielseitig füllen kann. Alles was der Küchenboden hergibt, kann da rein.
Deshalb gibt es heute eine Variante der gefüllten Süßkartoffel, die mir sehr gut schmeckt und öfters auf unserem Teller landet.

 

Gefüllte Süßkartoffel - www.kochhelden.tv

Zutaten:

  • 2 große Süßkartoffeln
  • 1 EL Öl
  • 1 mittelgroße Zwiebel, gewürfelt
  • 270g Blattspinat frisch oder aus dem Kühlregal
  • 40g Grana Padana
  • 1 EL Frischkäse
  • Salz
  • 75g Feta
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 20g Pinienkerne
  • 3 EL geriebener Parmesan
  • Kresse

 

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen und Backpapier auf ein Blech vorbereiten.
  2. Süßkartoffeln waschen und abtrocknen. Kartoffeln halbieren und mit einem Messer etwas auf der
  3. Schnittfläche anritzen und mit einer Gabel diverse Male in die halbrunde Rückseite stecken.
  4. Anschließend die Süßkartoffeln für 50 Minuten in den Backofen geben.
  5. Etwas Öl in einen heißen Topf geben und die Zwiebeln heiß anbraten.
  6. Den Spinat hineingeben und so andünsten, dass er zusammenfällt. Bei TK-Spinat erst den Spinat andünsten, bis das Wasser verdünntet ist. Am besten die Zwiebeln dann in einem separaten Topf anbraten und jetzt erst zum Spinat geben.
  7. Mit Grand Padana und Frischkäse vermischen.
  8. Mit Salz abschmecken und warmhalten.
  9. Wenn die Süßkartoffeln fertig gegart sind, diese mit einem Löffel vorsichtig aushöhlen. Die Süßkartoffeln können hierzu auf dem Blech verbleiben, damit sie nicht kaputt gehen.
  10. Den Herd auf 150 °C herunter stellen.
  11. Die Süßkartoffelmasse zerkleinern und zur Spinat-Käse-Masse geben.
  12. Den Fetakäse mit den Händen zerbröseln und ebenfalls unterrühren.
  13. Die Pinienkerne in einer heißen Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie leicht braun sind und anschließend die Hälfte der Kerne in die Spinat-Süsskartoffel-Masse unterrühren.
  14. Mit Chiliflocken nach Belieben würzen.
  15. Die ausgehöhlten Kartoffelschalen nun mit der Masse füllen und etwas Parmesan drüber
    geben.
  16. Für weitere 10–15 Minuten im Ofen backen, bis der Käse geschmolzen ist.
  17. Die Kartoffeln herausnehmen, auf Tellern anrichten und mit den restlichen Pinienkernen und Kresse garnieren.

 

Wem die Füllung zu breiig ist, kann einfach mehr Pinienkerne für die grunchy-Textur nehmen.

 

Viel Spaß beim Nachkochen und lass es dir schmecken!

Dein Jens

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Jens

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