Irgendwie war das klar.

 

Tante Google und der Käse

Ich bereite mich ja ganz gerne auf einen Foodtrip vor. Sagen wir mal so – wie sich ein Mann eben auf eine Reise vorbereitet.

Ich wollte nicht nach Rhodos fliegen, ohne zu wissen, wofür Rhodos bekannt ist. Ich wollte umbedingt etwas von dort essen. Ich musste!

Ich setze mich also vor meinen Rechner und tippe langsam bei Tante Google ein: „Griechisch….“

 

Der Bildschirm schreit mich an:

KÄÄÄÄÄSEEEEE

 

Überbackener Feta - www.kochhelden.tv

 

Ähmm ja…die Buchstaben klatschen mir ins Gesicht, als ob sie mir ein Ganzkörper-behhaarter alter Grieche ins Gesicht gebrüllt hätte.

Ich bestätige de Suchvervollständigung „Griechischer Käse“ – ENTER

NullKommaIrgendwas Sekunden später steht da: „FETA“

 

Überbackener Feta - www.kochhelden.tv

Feta

Irgendwie war das klar.

Feta – übersetzt „die Scheibe“, ein Salzlakenkäse aus Schafskäse gereift – kenn ich. Logisch. Wer kennt „die Scheibe“ nicht?

Also gut Tante Google, erzähl mir was über Feta-Käse, was ich noch nicht weiß. Ich lass mich drauf ein. Ich bin toleranter Foodie – erzähl mir was Du weißt Baby…

 

Überbackener Feta - www.kochhelden.tv

 

Feta gibt es schon ewig und drei Tage. Bereits im Altertum wurde diese Käsesorte produziert. Die erste geschuichtliche Erwähnung hat der Käse um 1494, als ein neugieriger Reisender im hafen von Candia auf Kreta in Fässer hinein schaut und den Käse dort sieht. Kreta – ich erwähnte bereits in einem anderen Blogpost, dass ich Kreta nicht mag. Laut, touristisch, dreckig. Zurück zum Käse: Feta wurde hauptsächlich auf Inseln der Präfektur Lesbos hergestellt und in Salzlakefässer verstaut.

 

Ok, denke ich mir. So soll es sein. Ich werde auf Rhodos FETA essen!

Gesagt – getan.
Bei unserem Besuch auf Rhodos fallen wir wie ein hungriger Heuschreckenschwarm in ein kleines schnuckeliges Restaurant ein und ich bestelle mir tatsächlich Feta.
Ich sage zum Kellner: „Do it in a special way.“
Rhodos-18
Überbackener Feta - www.kochhelden.tv
Was ich auf meinen Teller als Vorspeise bekam, war einfach und doch genial zugleich. Ein Zusammenspiel von Geschmäckern, die ohne weiteres funktionieren muss: Das knackige milder des Sesam, das markant Würzige des Käses gepaart mit der Süße des Honigs und der Frische der Feige.
Gegessen, für geil befunden, heimgefahren – nachgekocht.
Guten Appetit und danke Tante Google !!!
Überbackener Feta - www.kochhelden.tv
Zutaten:
  • 1 Feta
  • 1 Ei
  • 1 Handvoll Mehl
  • 1 Handvoll Sesamsamen
  • 2 EL flüssiger klarer Honig
  • 1 Feige
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Zubereitung:
  1. Öl in eine heiße Pfanne geben.
  2. Das Ei aufschlagen, mit einer Gabel zu einer homogenen Eimasse verquirlen und in einen tiefen Teller geben
  3. Das Mehl und die Sesamsamen jeweils in einen Teller geben.
  4. Den Feta-Käse in der Eimasse wenden, anschließend im Mehl wenden.
  5. Nun den Feta wieder in die Eimasse geben und diese von allen Seiten an den Käse geben.
  6. Anschließend den Käse in den Sesamsamen wenden und in der Pfanne kurz anbraten.
  7. Unter Wenden den Käse von allen Seiten bei mittlerer Hitze leicht anbraten.
  8. Vor jeder Wendung etwas Honig auf den Käse geben und karamellisieren lassen.
  9. Wenn der Käse von allen Seiten hellbraun angebraten ist, diesen aus der Pfanne nehmen und mit einer geöffneten Feigenfrucht servieren.

 

 

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Gedanken zum (Food-) Bloggen

Jens

Jens

5 Comments

  1. Paola
    22. September 2016 at 10:48 — Antworten

    Eine schöne Erinnerung an die letzten Griechenlandurlaube. Auch wenn der hier gekaufte Feta leider geschmacklich nicht so ganz an den griechischen rankommt hat es uns gut geschmeckt. Die Feige passt echt super zum Feta! Ich war geizig mit dem Honig aber das braucht man gar nicht sein, auch das harmoniert gut. Mir ist nur leider der Sesam etwas verbrannt, da fehlt noch Technik. 😀

    • 23. September 2016 at 09:18 — Antworten

      Es gibt Feta in Deutschland, der heißt „Lesbos“, der ist ziemlich lecker und kommt an das griechische Original gut ran.
      Beim Sesam ist eigentlich nur die Regel, dass man nicht zu heiß braten darf und nicht zu lange auf einer Seite liegen lassen. Da muss man immer mal drunter schauen.

  2. 28. September 2016 at 20:46 — Antworten

    Hi,

    das Rezept sieht sehr lecker aus!

    MFG Philipp

  3. 17. März 2017 at 22:41 — Antworten

    Oh der sieht super aus! Sowas in dieser Art hab ich überhaupt noch nie probiert! Tolle Idee und die Kombi stelle ich mir richtig gut vor!

    Lasse euch liebe Grüße aus dem Süden hier,
    Catrin von http://www.cookingcatrin.at/

    • 21. März 2017 at 14:04 — Antworten

      Hallo Catrin, vielen lieben Dank für die Nachricht. Das musst du umbedingt mal versuchen..die Kombi aus Süße und Feta ist richtig lecker.
      Viele liebe Grüße nach Österreich

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