Diese Liebe , is das Gefühl nach dem ersten Kuss
Wenn ich ohne nachzudenken ständig an dich denken muss
Liebe, is wenn wir beide auf der gleichen Stufe stehen
Und ich in deinen schönen Augen meine Zukunft seh
Liebe, is wenn aus unsern Herzen funken sprühn
Und wir uns ohne eine Tropfen Alkohol betrunken fühln
Liebe, is mal leise mal laut, das weiß ich jetzt auch, 
Darum schrei ich es raus, dass ich dich liebe…

Seit 1,5 Jahren gibt es unseren kleinen Blog nun schon und Woche für Woche kommt immer sonntags ein Gericht oder ein Beitrag für Euch, der uns am Herzen liegt. Zuverlässig wie ein schweizer Uhrwerk schreibe ich Euch meine geistigen Ergüsse – Sonntag für Sonntag. Am gestrigen Sonntag hatte das Uhrwerk einen kleinen Knacks. Es gab keinen neuen Beitrag. 

Natürlich hat dies seinen Grund. Dazu muss ich Euch erklären, wie chaotisch und intuitiv ich meistens hier agiere und blogge. Ich lass Euch dazu in meinen Samstag dieser Woche blicken, der genauso abgelaufen ist:

 08 :03 Uhr : In genau sieben Minuten legt mein Smartphone los und schießt „Liebe“ von Sido in das Dunkel meines Schlafzimmers. Ich bin bereits wach und singe den Song „Liebe“ selbst.  Da brauch ich kein Smartphone für.

Mit Schmackes federe ich aus der Kuschelkiste. Oh oh..ich bin noch ganz schön müde. War spät gestern. Ich habe noch an unserem YouTube-Channel (zum Besuchen des Channels bitte über rechte Maustaste neuen Tab öffnen. Irgendwie funktioniert das hier nicht anders) rumgewurschdelt und ihn aufgehübscht.

08:09 Uhr: Zähneputzen. Ich schiele auf die Baduhr und bemerke, dass ich top in der Zeit liege. Den Artikel schaff ich locker.

08:10 Uhr: Sido brüllt im Schlafzimmer los. „Liebe Liebe..tritratrulallü“ Klasse. Wecker nicht ausgeschaltet. Ich bewege mich mit der Zahnbürste im Mund schlürfenden Schrittes Richtung Schlafzimmer. Ich mach den Typ mit der Maske mal lieber aus. Nach ihm kommt er gleich nochmal mit seinem Kumpel Mark Forster, der eine Identitätskrise zu haben scheint, da er meint er sei nur einer dieser Steine. Mist, jetzt tropft mir der Zahnpastaschlonz aus dem Mundwinkel aufs Kopfkissen. Ahhh…ja glaub ich es denn? Läuft ja top heute.

 

 

08:40 Uhr : Ich bin im Wohnzimmer und schlürfe meinen Kaffee. Ich bin etwas nervös. Heute heiratet Steffen, einer meinen besten Freunde. Ich bin einer der „Best Man“ und habe die Ehre, Ihn den ganzen Tag zu begleiten. Ich schaue auf die Uhr. Zwei Stunden habe ich noch Zeit bis ich bei Ihm sein muss. Da kann ich locker den Blogbeitrag für Sonntag schreiben. Ich latsche barfuss über die angenehm kühlen Fliesen ins Büro, bleibe am Kabelgewirr des Videostudios mit dem großen Zeh hängen und veranstalte fast eine finanzielle Großkatastrophe im Kochhelden-Reich. Ich fange die drei Tageslichtlampen artistisch auf, zeige dem umgenagelten Stativ den Mittelfinger und fahr den Rechner hoch. Ahhh…rasieren sollte ich mich auch mal. Ich dreh um und bewege mich erneut Richtung Bad.

09:05 Uhr: Das Telefon legt schon wieder los. Dieses mal ist es nicht Sido, sondern meine Mutter. Ich trage Ihr nochmals meine Fürbitte vor. Oh Mann..ich muss in einer Kirche eine Fürbitte aufsagen. Puhhh…aber erstmal noch n Kaffee. Schwarz. 

09:30 Uhr: Telefonat beendet. Ab ins Bad. Rasieren. Will ja noch den Blogartikel schreiben. Das Telefon klingelt. „Kreuzkrabbesack nochmal“, fluche ich und gehe ran. Es ist Jens. Der andere Jens. Also Fossy…also Jens, der andere Kochheld. Mann ist das schwierig, wenn man den gleichen Namen hat. Ich geh ran, weil er zurückruft. Logisch…muss ich ja ran. Kurzer Check, ob wir Sonntag drehen. Sonntag ist Drehtag. Denkt er. Ich bring Ihn schnell auf den aktuellen Stand, daß dies nix wird. Schließlich ist heute Hochzeit.

09:45: Dritter Rasierversuch. Der klappt jetzt. Tschaka. Duschen nehme ich auch gleich mit. Das muss man nutzen, wenn der Kommunikationskolben schonmal ruhig ist.

10:16 Uhr: Ich bin fertig gerichtet. Ich schicke meinem „Mit-Best-Man“ Phillip eine Whats-App-Sprachnachricht und beglücke Ihn mit meiner Fürbitte. Er battelt zurück mit der seinigen. Auch nicht schlecht das Ding.

 

 

10:18 Uhr: Fürbitten-Sprachnachricht an meinen Bruder (der Wurstmacher), Bloggermitstreiterin Nicoletta und noch zwei wahllos herausgesuchte Menschen. Ich muss das Aufsagen vor Publikum üben. Also will ich keine Beschwerden hören.

10:20 Uhr: Ich such meinen Anzug zusammen. Mist. In einer halben Stunde startet das Bräutigamsfrühstück. Es ist zu spät für den Blogpost. Was soll´s, mach ich das halt Sonntags. Ab ins Auto und los gehts.

11:15 Uhr: Ich rase Richtung Bräutigam. Bin leicht verspätet. Ich lasse dies die Twitter-Gemeinde wissen. 

 

 

11:20 Uhr: Weisswurstfrühstück mit den Jungs – leichter Rechen im Gesicht vom Sektempfang.  Hicks…

14:40 Uhr: Ich stehe wie ein Pinguin am Altar und glotz die hübsche Braut an, die von Ihrem Vater in Richtung meines Kumpels geführt und brav übergeben wird. Ich konzentriere mich auf meine Fürbitte und gehe den Text nochmals durch.

 

 

14:44 Uhr: Ich sehe Jens/Fossy unter den Kirchengästen. Die Kochhelden-Crew auf der Hochzeit. Whossaaa…das wird ein Fest nachher.

14:55 Uhr: Ich habe meine Fürbitte vergessen. Ahhhh…

15:00 Uhr: Ich stehe schon wieder am Altar rum. Wenn der Pfarrer wüsste, dass ich gleich gar nichts sagen werde, weil ich alles vergessen habe, würde er mich nicht so freundlich angrinsen, wie er es jetzt grade tut. Ich trete vor. Stille in der Kirche. Selbst das permanent schreiende Kind verstummt gerade jetzt.

15:01 Uhr : Mission completed. Meine Fürbitte ist runter gerauscht, wie eine Eins. Jetzt gibts gleich Party.

 

 

19:07 Uhr: Ich poste ein Selfie mit der Braut auf  Instagram und Facebook. Daraufhin erhalte ich zahlreiche Glückwünsche zu meiner Hochzeit.

Sonntag 23:15 Uhr: Ich sitze an meinem Rechner und schreibe diesen Text, da ich mich bis zu dem jetzigen Zeitpunkt noch nicht von der abartig geilen Hochzeit erholt habe und mein Körper den Alkohol nicht so gut wegsteckt. Ist ja auch nicht mehr der Jüngste.

23:58 Uhr: Ich kläre die Leute in den sozialen Netzwerken auf, daß nicht ich geheiratet habe, sondern ein Kumpel das Mädel abgeschnappt hat. So schnell kommt man unter die Haube. Muss man ja echt aufpassen.

Liebes Brautpaar, danke das wir bei der Hochzeit eingeladen waren und so eng mit Euch feiern konnte. Wir Kochhelden wünschen Euch alles erdenklich Gute für Euren gemeinsamen Lebensweg. Ich bin froh, Euch als Freunde zu haben.

Liebe Blogleser, gibt es etwas Schöneres, als die Liebe, als Entschuldigung zu nehmen, dafür, daß der Kochheldenblog gestern leer blieb? Ihr mögt es uns verzeihen, daß wir das Feiern mit Freunden vorgezogen haben. 

 

Diese Liebe, is wenn ich an dich denk und es mir gut geht
Und wie dieser Klos in meinem Hals wenn du fehlst
Liebe , is aufeinander Rücksicht zu nehmen
Und immer wieder auch der Schlüssel zu nem glücklichen Leben
Diese Liebe, is den anderen nicht zu erdrücken,
Und auch mal Schmerzen auszuhalten, nur um dich zu beschützen,
Ich glaube Liebe, bedeutet alles zu teilen
Und sich beim Liebe machen nicht zu beeilen
Ich bin mir sicher diese Liebe, heißt einander Vertrauen
Dem anderen glauben, man sieht die Welt mit anderen Augen
Ich weiß die Liebe, is mal leise mal laut, das weiß ich jetzt auch
Darum schrei ich es raus, dass ich dich liebe…

 

 

Nach all dem Feierei, haben wir nun wieder ein Schmankerl für Euch: eines unserer Videos. Dieses Mal haben wir ein kalorienarmes Gericht für die Männerzeitschrift Men´s Health gekocht. Lasst es Euch schmecken.

 

 

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Hähnchenbrustfilets ohne Haut
  • 2 Scheiben Vollkornbrot
  • 120g Mandelsplitter 
  • 100g Butter
  • 3 Eier
  • Salz
  • 1 Zitrone
  • 150g weiße Bohnen ( am Vortag eingeweicht )
  • 200 ml Sahne
  • 200 ml Milch
  • 1 EL Olivenöl
  • Thymianzweige
  • 12 Kirschtomaten

 

Zubereitung:

  • Vollkornbrot und Mandeln in einem Mixer klein hexeln 
  • Hähnchenbrustfilet in neutralem Back-Eiweißpulver wenden
  • Hähnchenbrustfilet in gewürztem Ei wenden
  • Hähnchenbrustfilet in Mandelbrotkrumen wenden und in Butter ausbraten (nicht in Öl, sonst wird es schwarz)

 

  • Bohnen über Nacht in Wasser einweichen
  • Wasser dann weg gießen
  • Bohnen in Sahne mit Deckel kochen bis sie weich sind (45min) – kein Salz sonst werden sie nicht weich
  • Bohnen pürieren
  • Salz und etwas Zitronenschale sowie Zitronensaft hinzugeben (falls das Püree zu dick ist etwas Sahne nachgießen (soll streichfähig sein)

 

  • Kirschtomaten im ganzen in Olivenöl, Salz und Thymian kurz anschwenken bis Haut aufplatzt 
  • Anrichten fertig–Mahlzeit
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