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Frigidira de repolho {Brasilianisch Kochen}

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Frigidira de repolho - www.kochhelden.tv

So kann man sich täuschen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bereits in der Vorrunde der WM 2018 sang- und klanglos das Feld geräumt. Das war enttäuschend für einen Fußballfan, wie mich. Hatte ich doch den Garten schon auf Vordermann für die ein oder andere Fussball-Grill-Party gebracht. Besonders hatte ich mich auf das Fußballspiel gegen Brasilien gefreut.

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Die Fussball-Weltmeisterschaft 2018 und meine Kochpläne

Ich lasse mir ja immer etwas einfallen zur Fußball-WM. Dieses Jahr habe ich zu jedem Spiel der deutschen Mannschaft ein Gericht aus dem Land gekocht, aus der Gegner der deutschen Mannschaft kam.

Es gab:

Die Vorrunde ist gut gelaufen. Selbst auf YouTube wurden die Kochvideos erstaunlich gut angenommen, dafür das mein Kanal so murmelklein ist.

Tja und dann war das „Wir kochen uns durch die WM-Gegner“ schon wieder vorbei.
Ich muss gestehen ich habe damit gerechnet, dass wir ausscheiden – aber doch nicht schon in der Vorrunde. Entschuldigung, was war da denn los?

 

Dieses Video ansehen auf YouTube.

 

Ich war mir zum Beispiel sicher, dass wir als Vorrunden-Gruppenzweiter ins Achtelfinale gegen Brasilien einziehen. Dementsprechend habe ich schon einmal ein Video vorproduziert: Brasilianisch Kochen – Frigidira de repolho.

Ein brasilianisches Pfannengericht sollte es werden. Ich hatte dieses Gericht schon einmal für einen Kooperationspartner gekocht und fand das Rezept so gut, dass ich es unbedingt auch auf dem Blog haben wollte.

Ok na gut, also Deutschland raus. Was mache ich aber nun mit meinem Video? Kann ich ja nicht wegwerfen. Ich setzte also alle Hoffnung auf Brasilien und wollte dieses Gericht heute bringen als Finalrezept für den neuen Weltmeister.

Blöd gelaufen. Auch Brasilien verlässt das Turnier mit einer eher enttäuschenden Vorstellung. Und ich stehe da mit meinem Pfannengericht.

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Die südamerikanische Küche

Weg vom Fußball, hin zum Futter. Schauen wir uns einmal die südamerikanische Küche an, die von Land zu Land verschieden ist. Es ist keine eindeutige Esskultur zu erkennen.

Vielmehr kann man bei den Rezepten starke Einflüsse von europäischen, asiatischen und afrikanischen Gerichten, die durch die Einwanderer mitgebracht wurden, erkennen.

Während man in Argentinien auf die Rinderzucht und Fleisch schwört, in Kolumbien und Venezuela gefüllte Teigtaschen (Empanadas) liebt, haben in Brasilien Pfannengerichte eine alte Tradition. 

 

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Die Wichtigkeit der ursprünglichen Esskultur und somit der einheimischen Speisen nimmt immer mehr zu. Ungesundes Fast Food, Pizza und Pasta ist vor allem in den südamerikanischen Ländern weit verbreitet ist. Hinzu kommt er hohe Konsum von Softdrinks in diesen Ländern. Dies führt weltweit leider zu den meisten übergewichtigen und adipösen Menschen.

Die überwiegende Zahl an traditionellen Gerichte besteht weniger aus Gemüse – wenn dann aus Reis, Mais, Bohnen und Kartoffeln.
Ein Salat findet seltener seinen Platz auf dem Tisch. Der Vitaminbedarf wird durch jede Menge Obst und frisch gepresste Säfte ausgeglichen und dennoch gibt es sie – die fantastischen gesunden Gerichte aus Südamerika und ich habe eins für Euch aus den Tiefen des brasilianischen Regenwalds entrissen.

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Frigidira de repolho – das Rezept

Ich koche für Euch ein typisch-brasilianisches Pfannenrezept mit frischen Zutaten, jeder Menge Gemüse und Kraut gekocht und möchte Euch die „Frigidira de repolho“ ans Herz legen. In diesem Gericht spiegelt sich der europäische Einfluß einer Frittata gepaart mit typischen südamerikanischen Erzeugnissen wieder.

Zutaten:

  • 400 Weißkraut
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel. klein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1/2 grüne Paprikaschote, entkernt, gewürfelt
  • 1 Tomate, entkernt, gewürfelt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1/4 Korianderkrautbund, klein gehackt
  • Fleisch 1/2 frischen Kokosnuss, alternativ 70 getrocknete Kokosraspeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 g Cashewnüsse, ungesalzen, halbiert
  • Salz, Pfeffer
  • 3 Eier

 

Zubereitung:

  1. Das geschnittene Kraut blanchieren und abtropfen
  2. Olivenöl in eine heiße, ofengeeignete Pfanne geben.
  3. Zwiebeln, Knoblauch und Paprika darin 4 min anschwitzen.
  4. Die Tomatenwürfel und den Koriander hinzugeben.
  5. Das Kokosfleisch reiben oder die getrockneten Raspeln mit etwas Wasser in einen Standmixer vermischen. Anschließend das Koksfleisch in die Pfanne geben und mit dem Tomatenmark unterrühren.
  6. Cashewnüsse und das vorab blanchierte Kraut dazu geben und unterheben.
  7. Die mit etwas Wasser, Parmesankäse, Salz und Pfeffer verquirlten Eier über den Pannenauflauf gießen.
  8. Den Auflauf bei niedriger Temperatur und geschlossenen Deckel ca. 15min braten oder bei 180°C ohne Deckel für 25 min in den vorgeheizten Backofen (Ober-Unterhitze) geben.
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